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Sommer mit Hund

  • claudiadlang13
  • 13. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Hunde und Hitze

Der Sommer ist eine wunderbare Zeit, um gemeinsam mit deinem Hund die Natur zu geniessen. Doch genau wie Menschen leiden auch Hunde unter hohen Temperaturen. Besonders wichtig ist es, die Anzeichen von Überhitzung früh zu erkennen und den Alltag an heissen Tagen entsprechend anzupassen.


Hitzetoleranz bei Hunden im Sommer.

Wie gut verträgt dein Hund Hitze?

Die Hitzetoleranz ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Welpen, Senioren und Hunde mit gesundheitlichen Problemen benötigen besonders viel Schutz und Kühlung. Auch übergewichtige Hunde sowie Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen.


Besonders gefährdet sind kurznasige Rassen wie Mops, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge, Shih Tzu oder Pekinese. Durch ihre verkürzten Atemwege fällt ihnen die Temperaturregulation schwerer.


Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln. Zusätzlich geben sie Wärme über die Pfotenballen, die Haut und gut durchblutete Körperbereiche ab.


Beobachte deinen Hund an heissen Tagen genau. Starkes Hecheln, eine tiefrote Zunge, gerötete Ohren, Unruhe oder ungewöhnliche Müdigkeit können erste Warnzeichen einer Überhitzung sein. Fortgeschrittene Symptome sind Erbrechen, Taumeln, Krämpfe, Apathie oder Bewusstseinsstörungen.


Hund entspannt auf Kühlmatte – Abkühlung für Hunde im Sommer
Kühlmatten bieten Hunden eine einfache Möglichkeit, ihre Körpertemperatur an heissen Tagen zu regulieren.

Abkühlung an heissen Sommertagen

Während der Sommermonate benötigen Hunde besondere Aufmerksamkeit. Sorge dafür, dass dein Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser und schattigen Ruheplätzen hat.


Geeignete Möglichkeiten zur Abkühlung sind:

  • Baden in geeigneten Seen oder Flüssen

  • Hundepools im Garten

  • Kühlmatten

  • Kühlspielzeug

  • Ruhige Aufenthaltsorte im Schatten

  • Spaziergänge in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden


Kühles Wasser ist sinnvoll. Sehr kaltes Wasser oder grosse Mengen Eiswasser sollten jedoch vermieden werden, da sie Magen-Darm-Probleme verursachen können.


Hund kühlt sich im Hundepool ab

Sommer und Tierschutzhunde

Viele Tierschutzhunde stammen aus südlichen Ländern und haben bereits hohe Temperaturen erlebt. Dennoch bedeutet dies nicht automatisch, dass sie Hitze besser vertragen.


Neue Umgebungen, ungewohnte Aktivitäten, Autofahrten oder heisser Asphalt können auch für Tierschutzhunde belastend sein. Beobachte deinen Hund aufmerksam und passe die Aktivitäten seinem individuellen Wohlbefinden an.


Grafik Hitzefalle Auto – Die Grafik zeigt, wie schnell die Temperatur im Auto auch bei moderaten Aussentemperaturen ansteigt.
Bereits wenige Minuten im Auto können für Hunde lebensgefährlich werden.

Sommer und Hund: Hitzefalle Auto

Bereits bei moderaten Aussentemperaturen kann sich ein Auto innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.


Besonders gefährdet sind:

  • Welpen

  • ältere Hunde

  • kranke Hunde

  • kurznasige Hunde

Temperaturen im Fahrzeug können innerhalb von 30 Minuten folgende Werte erreichen:

Aussentemperatur

Temperatur im Fahrzeug

20 °C

36 °C

24 °C

40 °C

28 °C

44 °C

32 °C

48 °C

Ein leicht geöffnetes Fenster reicht nicht aus, um das Fahrzeug ausreichend zu kühlen.

Lass deinen Hund deshalb niemals im Auto zurück – auch nicht für wenige Minuten.



Erste Hilfe bei Hitzeschlag

Ein Hitzeschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall.


Typische Symptome:

  • extremes Hecheln

  • rote oder bläuliche Schleimhäute

  • Schwäche

  • Taumeln

  • Erbrechen

  • Krämpfe

  • Bewusstlosigkeit


Bringe deinen Hund sofort an einen schattigen oder kühlen Ort. Kühle Pfoten, Bauch und Brust mit kühlem Wasser. Verwende kein Eiswasser und decke den Hund nicht mit eiskalten Tüchern ab.

Kontaktiere anschliessend umgehend einen Tierarzt.


Symptome erkennen und Massnahmen ergreifen bei Hitzschlag bei Tieren.

Achtung: Heisser Asphalt

Asphalt und Gehwegplatten können sich im Sommer auf über 50 °C erhitzen. Bereits nach kurzer Zeit können schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten entstehen.


Leichte Verbrennungen zeigen sich durch:

  • gerötete Haut

  • geschwollene Ballen

  • Schmerzempfindlichkeit


Schwere Verbrennungen können zu Blasenbildung oder offenen Wunden führen und sollten tierärztlich behandelt werden.


Tipp:

Mache den Sieben-Sekunden-Test. Lege den Handrücken für sieben Sekunden auf den Boden. Ist dies unangenehm oder nicht möglich, ist der Untergrund auch für deinen Hund zu heiss.



Blaualgen: Unsichtbare Gefahr im Sommer

Blaualgen können in Seen, Weihern und stehenden Gewässern auftreten. Sie produzieren teilweise hochgiftige Stoffe, die für Hunde lebensgefährlich sein können.

Lass deinen Hund nicht aus verdächtigen Gewässern trinken und vermeide das Baden bei sichtbaren Blaualgen oder offiziellen Warnhinweisen.

Mögliche Symptome einer Vergiftung sind:

  • Erbrechen

  • Durchfall

  • Zittern

  • Atemprobleme

  • Krämpfe

Bei Verdacht solltest du sofort einen Tierarzt kontaktieren.


Das solltest du an heissen Tagen vermeiden

  • Hunde im Auto zurücklassen

  • Spaziergänge auf heissem Asphalt während der Mittagszeit

  • intensive sportliche Aktivitäten

  • grosse Mahlzeiten unmittelbar bei Hitze

  • Baden in Gewässern mit Blaualgen

  • stark verschmutzte oder stehende Gewässer


Hunde baden im schattigen Wald in einem Wasserfall eines Baches.
An heissen Sommertagen helfen Wasser und Schatten dabei, Hunde vor Überhitzung zu schützen.

Das hilft deinem Hund im Sommer

  • ausreichend Schatten

  • frisches Trinkwasser

  • ruhige Aktivitäten

  • Kühlmatten

  • Baden in geeigneten Gewässern

  • Spaziergänge früh morgens oder spät abends

  • regelmässiges Bürsten des Fells

  • angepasste Tagesplanung


Fazit

Mit etwas Planung lässt sich der Sommer für deinen Hund sicher und angenehm gestalten. Achte auf genügend Wasser, Schatten und Ruhepausen. Vermeide gefährliche Situationen wie heissen Asphalt oder das Zurücklassen im Auto und beobachte die Signale deines Hundes aufmerksam. So könnt ihr die warme Jahreszeit gemeinsam geniessen.


Autorin: Claudia Lang


Mit freundlicher Unterstützung von

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