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Kürbis für Hunde

claudiadlang13
14. Sept.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Sept.

Dürfen Hunde Kürbis fressen? 


Kürbis für Hunde unterstützt die Gesundheit, wenn einige Regeln beachtet werden.

Im Herbst landet Kürbis wieder häufiger auf unseren Tellern. Aber dürfen Hunde Kürbis fressen?


Ja – Speisekürbis ist für die meisten Hunde gesund und gut verträglich. Gekocht oder gedämpft liefert er wertvolle Nähr- und Ballaststoffe und lässt sich einfach unter das gewohnte Futter mischen. Ein paar Dinge solltest du dabei trotzdem beachten.



Ist Kürbis gesund für Hunde?

Speisekürbis enthält unter anderem Ballaststoffe, Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Die Ballaststoffe können die Verdauung unterstützen, gleichzeitig ist Kürbis relativ kalorienarm.


Gekocht oder gedämpft lässt er sich unkompliziert unter das normale Futter mischen. Kürbis ist damit eine gesunde Ergänzung, ersetzt aber kein ausgewogenes Alleinfutter beziehungsweise eine ausgewogene Futterration.


Welchen Kürbis dürfen Hunde fressen?

Geeignet sind grundsätzlich essbare Speisekürbisse, zum Beispiel:


  • Hokkaido

  • Butternut

  • Muskatkürbis


Am einfachsten kannst du Kürbis gekocht oder gedämpft und ungewürzt anbieten. Auch ein selbst gemachtes Kürbispüree lässt sich gut portionsweise unter das Futter mischen.


Bei Hokkaido kann die Schale grundsätzlich mitgefressen werden, wenn sie gut gewaschen und weich gekocht wurde. Bei anderen Sorten empfiehlt es sich je nach Schale, den Kürbis vorher zu schälen.


Hund mit Kürbis im Herbst | Kürbis für Hunde

Dürfen Hunde rohen Kürbis fressen?

Kleine Mengen essbaren rohen Speisekürbisses sind nicht grundsätzlich giftig. Gekocht oder gedämpft ist Kürbis für Hunde jedoch meist leichter verdaulich.

Vor allem grössere Mengen rohen Kürbis würde ich deshalb nicht füttern.


Vorsicht bei Zierkürbissen und bitterem Kürbis

Hier gibt es eine wichtige Ausnahme: Zierkürbisse gehören nicht in den Futternapf.


Bestimmte Kürbisgewächse können sogenannte Cucurbitacine enthalten. Diese Bitterstoffe können zu Vergiftungserscheinungen führen. Auch bei selbst angebauten Kürbissen ist deshalb Vorsicht sinnvoll.


Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, sollte er weder von Menschen noch von Hunden gegessen werden.


Hat dein Hund einen unbekannten oder möglicherweise giftigen Kürbis gefressen und zeigt Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder starkes Speicheln, solltest du eine Tierarztpraxis kontaktieren.


Zierkürbisse dürfen Hunde nicht fressen.

Wie viel Kürbis darf ein Hund essen?

Die passende Menge hängt von Grösse, Gewicht, Ernährung und individueller Verträglichkeit deines Hundes ab.


Als einfache Orientierung kannst du bei einem kleinen Hund wie einem Chihuahua mit etwa einer eiswürfelgrossen Portion Kürbispüree beginnen. Ein grosser Hund wie ein Labrador darf entsprechend mehr bekommen. Steigere die Menge langsam und achte darauf, wie dein Hund den Kürbis verträgt.


Das Püree kannst du unter BARF-Fleisch, Nassfutter oder Trockenfutter mischen. Zu viel Kürbis beziehungsweise zu viele Ballaststoffe können bei manchen Hunden Blähungen oder weichen Kot verursachen.


Kürbis für Hunde richtig zubereiten

Kürbispüree lässt sich wunderbar auf Vorrat zubereiten. Kürbis ohne Salz und Gewürze kochen oder dämpfen, pürieren und anschliessend in einer Eiswürfelform einfrieren.


So hast du kleine Portionen griffbereit. Einfach einige Stunden vor der Fütterung die gewünschte Menge herausnehmen, auftauen lassen und unter das gewohnte Futter mischen. Für grössere Hunde kannst du mehrere Würfel verwenden.


Kürbis bei Durchfall oder Verstopfung?

Kürbis wird gerne als Hausmittel bei Verdauungsproblemen empfohlen, weil seine Ballaststoffe die Kotkonsistenz beeinflussen können. Ob er deinem Hund tatsächlich hilft, hängt jedoch von der Ursache der Beschwerden ab.


Bei leicht veränderter Verdauung kann etwas Kürbis eine unterstützende Ergänzung sein. Anhaltender oder starker Durchfall, wiederholtes Erbrechen, Schmerzen oder deutliche Veränderungen des Allgemeinzustands gehören jedoch tierärztlich abgeklärt.


Kürbis sollte eine notwendige Behandlung nicht ersetzen!

Kürbis als herbstliche Beschäftigung

Gekochter Kürbis muss nicht nur im Napf landen. Etwas Kürbispüree eignet sich – sofern dein Hund es verträgt – auch für eine Schleckmatte oder zum Befüllen eines geeigneten Beschäftigungsspielzeugs.


Bei gekauftem Kürbispüree sollte 100 % Kürbis ohne Zucker, Salz, Gewürze oder andere Zusätze enthalten sein. Gewürzte Kürbisgerichte oder Kürbissuppe von unserem Teller gehören dagegen nicht in den Hundenapf.


Kürbiskernöl für Hunde

Auch kaltgepresstes Kürbiskernöl kann den Speiseplan deines Hundes in kleinen Mengen ergänzen. Es enthält unter anderem ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.


Diese Nährstoffe können unter anderem Haut und Fell sowie den antioxidativen Zellschutz unterstützen. Kürbiskernöl wird ausserdem traditionell mit der Unterstützung von Blase, Harnwegen und Prostata in Verbindung gebracht. Für solche gezielten gesundheitlichen Wirkungen beim Hund ist die wissenschaftliche Datenlage allerdings begrenzt.


Auch im Zusammenhang mit Gelenken und entzündlichen Prozessen werden Inhaltsstoffe des Kürbiskernöls diskutiert und kann in der Vorsorge einen gesunden Gelenkaparat unterstützen.


Als eigentliches Gelenköl würde ich es jedoch nicht bezeichnen: Für diesen Zweck sind insbesondere Omega-3-Fettsäuren aus geeigneten Fisch- oder Algenölen ernährungsphysiologisch interessanter, sowie Knorpel, unterschiedliche Kräuter und Ergänzungsmittel.


Kürbiskernöl deshalb am besten als kleine Ergänzung betrachten – und nicht als Behandlung für Gelenk-, Blasen- oder andere gesundheitliche Beschwerden.


So frisst Thor Kürbis

“Mein Hund Thor (28 kg) bekommt im Herbst zum Frühstück gerne einen Gemüsebrei aus Kürbis und zum Beispiel Karotten, Sellerie, Randen oder Zucchetti. Dafür dämpfe ich das Gemüse, püriere es und mische es unter seine BARF-Ration. Bei dieser Mahlzeit machen Fleisch etwa zwei Drittel und der Gemüsebrei etwa ein Drittel aus. Gelegentlich ergänze ich etwas Flohsamenschalen.

Thor frisst im Herbst regelmässig Kürbis zu seinem Barf Menü.


Dazu bekommt Thor täglich ungefähr einen Esslöffel Öl, wobei ich zwischen verschiedenen Ölen abwechsle. Zwei- bis dreimal pro Woche verwende ich seit Jahren Kürbiskernöl, an anderen Tagen zum Beispiel Fischöl, Schwarzkümmelöl, Olivenöl oder Kokosöl. So lässt sich Kürbis bei uns ganz unkompliziert in den normalen Futteralltag integrieren.”




Fazit: Kürbis darf in den Hundenapf – mit ein paar Regeln

Hunde dürfen Speisekürbis essen. Gekocht oder gedämpft, gerne püriert, ungewürzt und in einer zum Hund passenden Menge ist Kürbis für viele Hunde eine gut verträgliche Ergänzung mit ein paar Tropfen hochwertigem Öl.


Wichtig sind vor allem drei Dinge:


1

Verwende ausschliesslich essbare Kürbissorten.

2

Füttere keinen bitter schmeckenden Kürbis.

3

Beginne bei einem Hund, der Kürbis noch nicht kennt, mit einer kleinen Portion.

Und weil im Herbst noch einiges mehr im Napf, Garten oder unterwegs interessant riechen kann: Nicht alles, was für uns essbar oder harmlos aussieht, ist auch für Hunde geeignet.


FAQs: “Kürbis für Hunde“

Kann ich Kürbispüree für meinen Hund einfrieren?

Ja. Kürbispüree lässt sich gut portionsweise einfrieren, zum Beispiel in Eiswürfelformen. So kannst du kleine Mengen auftauen und direkt unter das Futter mischen.


Kann Kürbis bei Durchfall oder Verstopfung helfen?

Kürbis enthält Ballaststoffe, die die Verdauung beeinflussen können. Bei leichten Beschwerden kann eine kleine Menge unterstützen. Anhaltende oder starke Symptome sollten tierärztlich abgeklärt werden.


Dürfen auch Welpen Kürbis fressen?

Ja, sofern es sich um essbaren Speisekürbis handelt und der Welpe bereits feste Nahrung bekommt. Am besten mit einer sehr kleinen Menge starten und die Verträglichkeit beobachten.


Ist Kürbis aus der Dose für Hunde geeignet?

Ja, wenn das Produkt 100 Prozent Kürbis enthält und frei von Zucker, Salz, Gewürzen oder anderen Zusätzen ist. Ein Blick auf die Zutatenliste ist deshalb wichtig.


Fachlicher Inhalt: Claudia Lang, Hund aufs Herz Hundetraining

Redaktion: Tanja Täuschel

 
 
 

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